Huminstoffe, Fulvin- und Huminsäuren, Cellu-Ligno-Karbon-Isolat (CLK)? – Der Teufel steckt im Detail!

 

Die Grundlage für alle in der Überschrift beschriebenen Stoffgruppen ist der Prozess der Humifizierung. Die Basis hierfür bildet organisches Material, welches unter Mitwirkung von Bodenorganismen über einen Zeitraum von Millionen von Jahren zu Huminstoffen ab- und umgebaut wird. Da dieser Prozess grundsätzlich auf Basis jeden organischen Materials stattfinden kann, ist die Stoffgruppe der Huminstoffe überaus heterogen. Welche chemische Struktur aus diesem Prozess letztlich hervorgeht und welche Eigenschaften diese Stoffe dann besitzen, hängt somit maßgeblich von der Ausgangssubstanz ab – jenem Pflanzenmaterial, dass vor Jahrmillionen einmal die Basis gebildet hat.

HumifizierungsprozessEin Rohstoff, der durch einen hohen Gehalt an Huminstoffen gekennzeichnet sein kann, ist der sogenannte Leonardit. Dieser Rohstoff ist nach dem amerikanischen Wissenschaftler A. G. Leonard benannt. Leonardit ist bis heute, abgesehen von seiner charakteristischen schwarz/bräunlichen Farbe und pulverigen Struktur, wenig spezifiziert.

Geht man nun einen Schritt weiter – in die Tiefe der in den Huminstoffen enthaltenen Substanzen – können die sogenannten Fulvin- und Huminsäuren unterschieden und charakterisiert werden. Fulvinsäuren sind im Vergleich zu Huminsäuren wesentlich jünger und werden auch als „Huminsäurevorstufen“ bezeichnet. Sie sind chemisch deutlich von den Huminsäuren zu unterscheiden. Die wesentlichen Unterschiede liegen in den folgenden Punkten:

  1. Fulvinsäuren haben im Vergleich kleinere Moleküle sowie geringere Molekülgewichte als Huminsäuren.
  2. Fulvinsäuren sind wasserlöslich, Huminsäuren hingegen nicht.
  3. Die Anzahl und Art der reaktiven Gruppen ist sehr unterschiedlich.
  4. Fulvinsäuren sind deutlich heller als die tiefschwarzen Huminsäuren

Diese Unterschiede in der chemischen Struktur haben großen Einfluss auf die Wirkmechanismen im Organismus von Mensch und Tier. So können Fulvinsäuren beispielsweise die Schleimhaut des Darmtraktes schützen, aber auch von diesem resorbiert werden. Somit sind diese nicht nur im Darm aktiv. Huminsäuren in hochmolekularer Struktur können dagegen den Darm nicht verlassen und daher ausgezeichnet im Darm wirken.

Ein einfacher Rohstoff wie ein Leonardit ist aber als solcher nur sehr bedingt geeignet, um positive Effekte im Magen-Darm-Trakt zu bewirken. Für eine optimale Wirkungsweise muss der Rohstoff noch gezielten Bearbeitungsschritten unterzogen werden. Dabei sind für Applikationen mit Wirkungen im Magen-Darm-Trakt eben die hochmolekularen Huminsäuren von besonderem Interesse. Die niedermolekularen Fulvinsäuren hingegen können dieses Anwendungsspektrum durch ihre Eigenschaften hervorragend ergänzen.

pharmawerk_weinboehla_herstellung_imagebroschuereIn einem ersten Schritt werden Fulvin- und Huminsäuren separiert und durch unternehmenseigene Prozesse aufbereitet.


WF19®

Für die weitere Bearbeitung der Fulvinsäuren sind sehr schonende Verfahren nötig, da Fulvinsäuren bei unsachgemäßer Behandlung leicht beschädigt werden können. Während dieser mehrstufigen Weiterverarbeitung entsteht am Ende des hauseigenen Prozesses das Produkt WF19®.

 

WH67®

Am Ende eines patentierten Prozesses steht dann ein separat zu betrachtender, standardisierter Stoff: das Cellu-Ligno-Karbon-Isolat (kurz CLK) oder wie es bei GITES heißt: WH67®. Durch die Herstellung des Cellu-Ligno-Karbon-Isolates (CLK) bzw. des WH67® kann das große Potential der Huminsäuren abgerufen werden und erst dann können sie ihre positiven Effekte bei Mensch und Tier entfalten.

Die Wirkungen des WH67® sind während der letzten Jahrzehnte sowohl in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten als auch in Praxiseinsätzen belegt worden. Dadurch leistet das WH67® heute einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung.