Eine intakte Darmflora – mehr als nur ein gutes Bauchgefühl

 

Schon im Jahr 300 v. Chr. erklärte Hypokrates „der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit“. Neben der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen ist der Darm ein wichtiges Element des Immunsystems.

Genauer betrachtet ist es die Darmflora, die die Immunabwehr aktiv unterstützt. Diese wird auch intestinales Mikrobiom oder Mikrobiotika genannt und repräsentiert die Gesamtheit der im Darmtrakt befindlichen Mikroorganismen. Die Darmflora schließt schwerverdauliche Nährstoffe auf und erhält im Gegenzug optimale Lebenksbedingungen (Temperatur, pH-Wert). Gleichzeitig ist das Mikrobiom an der Entwicklung des wirtspezifischen Abwehrsystems beteiligt.

Die Besiedlung mit Bakterien, des bis zur Geburt noch sterilen Darms, findet erstmals nach der Geburt durch Vaginal- und Umweltkeime statt. Es gibt Hinweise darauf, dass Mechanismen existieren, die eine entzündliche Abwehrreaktion vorerst aufheben, damit sich ein stabiles Darmmilieu entwickeln kann. Durch die Versorgung mit Biestmilch erhalten die Neugeborenen wichtige Antikörper zum Aufbau eines stabilen Mikrobioms (= Eubiose). Im Laufe der Zeit entwickelt sich die Darmflora individuell und ist abhängig von maternalen Effekten, dem Alter, der Fütterung, der Hygiene sowie Krankheiten und deren Behandlung.

 

Was beeinflusst die Zusammensetzung der Darmmikrobiotika?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die Darmflora nachhaltig beeinflussen. Im Zusammenhang mit unseren Nutztieren ist es zum einen der Absetzstress, der zu morphologischen und physiologischen Veränderungen im Verdauungstrakt führen kann. Dadurch kann das Gleichgewicht von pathogenen und apathogenen Darmbakterien kippen (= Dysbiose).

Zum anderen verändern auch antibiotische Behandlungen die Darmflora, da diese je nach Gruppenzugehörigkeit nur gramnegative oder grampositive Bakterien hemmen. Außerdem wirken Antibiotika nicht selektiv und töten somit sowohl unerwünschte als auch erwünschte Bakterien ab.

Ebenso kann die Futterzusammensetzung die Darmmikrobiotika beeinflussen. Beispielsweise bewirken hohe Rohfasergehalte eine Vermehrung Zellulose verstoffwechselnder Organismen.

 

Wie kann die Mikrobiotika im Darm auf natürliche Weise unterstützt werden?

Auf natürlichem Wege gelangen regelmäßig pathogene Erreger in den Organismus. Bei zu starker Anflutung bzw. mangelnder Abwehrfunktion kann es zur Dysbiose kommen. Dies führt, wie auch die Freisetzung von Endotoxinen aus zerfallenen Bakterien, zu entzündlichen Reaktionen was die Darmbarriere schwächt und den Übertritt pathogener Keime ins Blut erleichtert. Um gramnegative und grampositive Bakterien zu hemmen, eignet sich neben dem Einsatz des WH67®EG02, auch die Zufütterung des EVO-SAR.

WH67®EG02 bildet einen Schutzfilm auf der Darmschleimhaut und verringert das Auftreten von Entzündungen. Pathogene Erreger und deren Toxine können dadurch gehemmt werden. Der Zerfall gramnegativer Bakterien setzt Endotoxine (Lipopolysaccharide) frei. WH67®EG02 kann diese neutralisieren und der Ausscheidung zuführen. Auf diese Weise ist der Übertritt von Endotoxinen in die Blutbahn auf ein Minimum reduziert.

Durch die effektive Wirkstoffkombination ist EVO-SAR in der Lage in grampositive Bakterien einzudringen und die Zellwände von innen heraus aufzulösen. Auf diese Weise wird das Immunsystem gestärkt und Infektionskrankheiten vorgebeugt.

Auch die Kombination beider Produkte kann die Eubiose im Darm stärken und die Gesundheit und Leistung von Nutztieren nachweislich und auf natürliche Weise verbessern.