Teil 3/5: Die Wirkungsweisen der Rohstoffe und ihre Unterschiede

In dieser Beitragsreihe erläutern wir Ihnen die Unterschiede zwischen Huminstoffen, Pflanzenkohlen und Tonmineralen, die auf Grund ihrer Erscheinung häuig gleichgesetzt werden. In Teil 1 und 2 wurden bereits die verschiedenen Entstehungsprozesse dieser Stoffe sowie die Gewinnung und Verarbeitung beschrieben. In diesem dritten Teil werden wir ihre unterschiedlichen Funktionsweisen im Darm betrachten.

 

Huminstoffe

Huminstoffe weisen eine Vielzahl von Effekten auf. Durch die komplexe chemische Struktur sind die Wirkmechanismen von Huminstoffen sehr vielfältig (siehe Abbildung 1). Einerseits können sie sich an der Darmwand anlagern und die Schleimhaut schützen, andererseits sind sie fähig Schadstoffe und Pathogene zu neutralisieren. Zusätzlich sind Huminstoffe bekannt dafür, dass sie das Vorkommen nützlicher Darmbakterien, wie Lactobazillen, steigern.

Abbildung 1: Chemische Struktur einer Huminsäure nach STEVENSON (1994)

 

Tonminerale

Tonminerale können (Myko-)Toxine, Schwermetalle und pflanzliche Metabolite im Darm binden. Die Bindungsfähigkeit hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen beispielsweise der chemische Aufbau der Tonminerale, die Austauschkapazität sowie die Oberflächeneigenschaften und die Feinporigkeit der Tonpartikel. Unter dem Mikroskop sind die verschiedenen Schichten eines Tonminerals, welche die große Oberfläche begründen, zu erkennen (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Gewöhnliches Tonmineral (Kaolinit) unter dem Elektronenmikroskop

 

Pflanzenkohlen

Pflanzenkohlen zeichnen sich durch eine besonders hohe Oberfläche und damit Bindungskapazität aus. Unter dem Mikroskop ist das enorme Porenvolumen deutlich zu erkennen (siehe Abbildung 3). Diese Eigenschaften ermöglichen das Binden von Schadstoffen, wie Bakterien und Giftstoffe, aber auch von Nährstoffen und Wasser im Darm. Die Bindung erfolgt nicht selektiv (Schwammeffekt). Anders als bei den Huminstoffen erfolge nahezu keine Anlagerung an der Darmschleimhaut.

Abbildung 3: Porenstruktur der Pflanzenkohle unter dem Elektronenmikroskop; Quelle: Nikolas Hagemann, Ithaka Institut/Universität Tübingen

 

WH67®

Die Huminsäuren vom Typ WH67® bilden sich aus der wasserunlöslichen Fraktion der Huminstoffe und verbleiben im Darm. Durch die besondere Struktur heften sich die Partikel an der Darmwand an und bilden einen feinen Schutz lm über den Darmzotten. Somit vermindert sich das Risiko, dass die Darmzotten verkleben und die Darm-Blut-Schranke wird gestärkt. WH67® wirkt selektiv und hemmt gramnegative Bakterien und deren Stoffwechselprodukte (Endotoxine) durch chemische Komplexbildung. Nährstoffe werden dabei nicht gebunden und können ungehindert absorbiert werden. Zudem lagern sich die WH67® Huminsäuren durch ihre speziellen chemischen Eigenschaften an entzündete Stellen im Darm an und reduzieren diese. In Abbildung 4 sind diese Vorgänge dargestellt.

Abbildung 4: Die Funktionsweisen der WH67® Huminsäuren im Darm.

 

Fazit

In Bezug auf die Funktionsweisen zeigt sich, dass Huminsäuren sehr viel umfangreicher wirken als Tonminerale oder Pflanzenkohlen. Durch die spezielle Aufbereitung des WH67® können zudem die wichtigsten Funktionen des Darms besonders gestärkt werden – für mehr Vitalität und Leistungsbereitschaft.