Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen eine erhöhte Gefährdung der Leber bei laktierenden Milchkühen

Mit dem Einsetzen der Laktation steigt der Nährstoffbedarf einer Milchkuh an. Trotz ansteigender Futteraufnahme sind Energiedefizite als Folge nicht auszuschließen. Das daraus resultierende Einschmelzen von Körperfettreserven, ist immer mit einer erhöhten Anflutung freier Fettsäuren in der Leber verbunden, weil diese dort weiter verstoffwechselt werden. Studien haben ergeben, dass zu Beginn der Laktation Entzündungsprozesse, u.a. in der Leber, nachgewiesen wurden. Infolgedessen kann es zu einer gestörten Fettsäureoxidation und zu einem mangelnden Abtransport von Fetten aus der Leber kommen, sodass das Risiko für die Entstehung einer Fettleber deutlich erhöht ist. Die Gabe entzündungshemmender Medikamente, in den ersten Tagen nach der Abkalbung, verbesserte neben der Gesundheit der Milchkuh auch die Milchleistung.

Metabolische Probleme und Endotoxine

Neben Ketose ähnlichen Stoffwechselbelastungen wird dem Hitzestress eine entscheidende Bedeutung in Bezug auf eine reduzierte Futteraufnahme und Leistung zugesprochen. Unter Hitzestressbelastungen fließt Blut aus den Organen heraus, um Wärme abzuleiten. Im Darm kann es beispielsweise zu einem Mindergehalt an Sauerstoff (Hypoxie) kommen. Die Darmschleimhaut ist besonders empfindlich für eine solche Hypoxie. Unter diesen Voraussetzungen ist von einer erhöhten Vermehrung gramnegativer Bakterien (G-) auszugehen. In Folge einer Kettenreaktion kommt es zu morphologischen Veränderungen, welche zu einer reduzierten intestinalen Barrierefunktion führen. Mit dem Übergang von Darminhalten in den Blutstrom gelangen auch die von G-Bakterien produzierten Bakterienreste, die sog. Endotoxine (Lipopolysaccharide = LPS genannt) ins Blut (KVIDERA et al. 2017).

WH67®EG02 – effektiver Schutz für den Darm

Die positiven Effekte des auf Huminsäuren basierte WH67® EG02 auf die Darmgesundheit sind vielfältig. Neben der Hemmung der G- Bakterien, ist die Neutralisation von Schadstoffen von besonderer Wichtigkeit. Auf diese Weise kann das Auftreten von LPS deutlich minimiert werden. Außerdem verstärkt WH67® EG02 die Schleimbildung im Darm, welche als Schutzfunktion der Darmzotten dient. Folglich werden die Entzündungen im Darm reduziert und die Anflutung bzw. der Übergang von LPS ins Blut minimiert. WH67®EG02 ist damit ein wichtiger Baustein zur Absicherung der Darmgesundheit. Abgeleitet davon ist anzunehmen, dass WH67®EG02 indirekt zu einer verbesserten Lebergesundheit führt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass es Naturstoffe gibt, die die Lebergesundheit direkt verbessern. Allerdings sind diese Stoffe auf Grund der geringen Bioverfügbarkeit ohne aufwendige Bearbeitungsschritte wenig wirkungsvoll.

Huminsäuren bei Milchkühen – Ergebnisse aus der Wissenschaft

Wissenschaftliche Studien mit Milchkühen haben gezeigt, dass durch den Einsatz von Huminsäuren die Leistung und die Gesundheit von Milchkühen verbessert werden kann. BARTHMANN (2002) konnte durch den Einsatz von Huminsäuren über das Futter die 100-Tage-Leistung signifikant steigern. Außerdem ließen sich eine tendenzielle Reduktion des Auftretens von Mastitiden, Metritiden und Nachgeburtsverhalten beobachten. Darüber hinaus war eine verbesserte Fruchtbarkeit festzustellen. In Bezug auf die Gesundheitsparameter (Klauengesundheit, Auftreten von Gebärparese und Mastitiden) konnte LEIDEL (2016) ebenfalls auf Verbesserungen schließen.

BARTHMANN, J. (2002): Einfluss von Propylenglycol und Huminsäuren auf klinische und klinischchemische Daten von Milchkühen im peripartalen Zeitraum. Dissertation, Universität Leipzig.

KVIDERA, S. K., HORST, E. A., AL-QUASI, M., DICKSON, M. J., RHOADS, R. P., KEATING, A. F. BAUMGARD, L. H. (2017): Leaky Gut´s Contribution to Inefficient Nutrient Utilization.

LEIDEL, I. (2016): Stabilisierung des Stoffwechseln bei Milchkühen im peripartalen Zeitraum. Dissertation, Universität Leipzig.